TSV 1883 Bogen |
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08.03.2014, Stadion Bogen, Bayernliga Süd |
Der TSV 1883 Bogen ist ein Sportverein aus der gleichnamigen Gemeinde, die im niederbayrischen
Landkreis Straubing-Bogen zu finden ist und deren gut 10000 Einwohner über nicht weniger als
77 amtlich benannte Stadtteile verteilt wohnen. Die Keimzelle des heutigen TSV Bogen wurde
1883 mit der Gründung eines Turnvereins gelegt - nach dem zweiten Weltkrieg taten sich die
Turner mit dem Fußballern vom 1. FC Bogen, der seinerseits 1926 gegründet worden war, zusammen
und bildeten 1945 zunächst den ASV Bogen, der 1949 zum heutigen Namen kam. 1953 erreichte man für
ein Jahr die II. Amateurliga, und ab 1972 kickte man 13 Jahre in der Bezirksliga, um danach
bis in die Kreisliga abzusteigen. 2008 kehrte der Club in die Bezirksliga zurück, und seither
ging es kontinuierlich bergauf - 2011 gelang der Sprung in die Bezirksoberliga, 2012 ging es
weiter in die Landesliga, und dort gelang der Durchmarsch, so daß der TSV 1883 Bogen aktuell
in der Bayernliga Süd um Punkte kämpft, die man auch dringend benötigt, um sich von der Abstiegszone zu
entfernen.
Immerhin belegen die Niederbayern mit ihren 26 Punkten aus 21 Spielen keinen Abstiegsplatz, und
das ist etwas, was ihnen die heutigen Gäste vom FC Ismaning durchaus neiden dürften, denn die
sind mit gerade einmal zwölf Zählern weit abgeschlagener Letzter - und das, obwohl man gerade erst aus der Regionalliga Bayern abgestiegen ist. Nach einer durchaus
ausgeglichenen Anfangsphase gerät das Schlußlicht dann auch per Elfmeter in Rückstand, als
man sich bei einem Konter von Bogen nur mit einem Foul zu helfen weiß und Thomas Köglmeier
den fälligen Strafstoß verwandelt. Nur fünf Minuten später ist es Christoph Schabeck, der
einen Fehler der Gäste im Spielaufbau nutzt und zum 2:0 für Bogen abschließt. Normalerweise würde
man wohl jetzt von einem Tabellenletzten einen Einbruch erwarten, aber Ismaning hat zueltzt
unter dem neuen Trainer Jacky Muriqi zweimal in Folge gewonnen und ist auch heute nicht
gewillt, als Verlierer vom Platz zu gehen. Tatsächlich gelingt Malcom Olwa nur neun weitere Minuten
später der erste Treffer für die Gäste, und nach 20 Minuten im zweiten Abschnitt ist es Sebastiano
Nappo, der für den Ausgleich sorgt. Danach ist der FC Ismaning durchaus im Vorteil - man beklagt
sich vor allem bei Schiedsrichter Florian Fleischmann, daß er nicht entschieden genug gegen die
nach Ansicht der Gäste überharte Spielweise des TSV vorgeht -, aber ein weiterer Treffer will
nicht fallen, so daß es schließlich beim 2:2 bleibt, einem Ergebnis, das dem TSV 1883 Bogen nicht
wirklich Luft verschafft und die Aufholjagd des FC Ismaning etwas bremst, aber mit sieben Punkten
aus den letzten drei Partien und noch zwölf Punkten Rückstand zum rettenden Ufer könnte man bei
Anhalten dieser Positivtendenz vielleicht tatsächlich noch einmal den Anschluß an die Nichtabstiegsplätze
herstellen.
Das Stadion Bogen kommt als Naturrasenplatz mit Laufbahn daher, an die sich auf einer Längsseite
eine überdachte Sitzplatztribüne anschließt, wo man fünf Reihen mit blauen Plastiksitzen vorfindet,
auf denen man sich niederlassen kann, um das Spiel zu verfolgen. Alternativ kann man sich sonstwo
um den Platz ans Gestänge stellen, im mittleren Bereich der Gegenseit eine von drei hohen Stufen
nutzen, die hier in den Graswall gesetzt sind oder das Vereinsheim des TSV im ersten Stock des
Gebäudes in einem Hintertorbereich aufsuchen, um die Partie von hier aus durchs Fenster zu verfolgen
und dabei bei Interesse ein wenig Aufmerksamkeit für den gleichzeigtig im Pay-TV dargebotenen
Bundesliga-Fußball abzuzweigen. Insgesamt handelt es sich beim Stadion Bogen um eine sehenswerte
Spielstätte, auch wenn die offizielle Kapazität von 4000 Zuschauern ansgesichts des vorhandenen
Ausbaus ein wenig großzügig angegeben zu sein scheint.
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